So wird der Garten zum Schmuckstück

Längst hat der Pavillon Einzug in die Gärten gehalten. Zierten solch filigrane Bauwerke früher nur die gepflegten Parkanlagen eines Schlossherren, so kann sich heute jeder einen Gartenpavillon selber bauen. In der Regel ist die Form des Pavillons vierleckig. So sind sie in den typischen englischen Gärten zu sehen und dienen als Teehaus oder einfach nur zum sitzen und erholen. Die bekannteste und preisgünstigste Variante ist hierzulande der Gartenpavillon als Zeltvariante mit einem Rahmengestell. Diese sind sehr schnell aufzubauen und am Ende des Sommers lassen sie sich platzsparend verstauen. In der Regel führen Baumärkte oder Onlinegartenshops solche Pavillons. Allerdings halten manche Modelle nicht jedem Wetter stand. Bei starkem Wind kann sich so ein Pavillon schnell selbständig machen und davon fliegen.

Wer schon große Zeltplanen hat kann sich so einen Gartenpavillon selber bauen. Nur sollte das Gestell auch den Anforderungen der Gartennutzer entsprechen und dementsprechend stabil sein. Wer etwas mehr Haltbarkeit und Qualität bevorzugt sollte sich für das Modell aus Holz entscheiden. Doch bevor der Heimwerker seinen Gartenpavillon selber bauen kann, gilt es noch einiges zu beachten.

Das Bauwerk soll ja für lange Zeit im Garten stehen. An der richtigen Stelle wird der Pavillon zum Blickfang. Zu nach am Haus gebaut, wird die Wirkung etwas verblassen. Da der Pavillon ja an den Seiten offen ist oder eine Fensterfront hat, sollte auf eine schöne Aussicht geachtet werden. Die Wahl der richtigen Materialien ist auschlaggebend für eine lange Haltbarkeit. Das Holz sollte unbedingt imprägniert sein. In der Regel werden die meisten Hölzer schon vorbehandelt angeboten. Ohne die schützende Vorbehandlung wird das Holz schnell faulen oder bietet Käffern und Schädlingen Unterschlupf. Natürlich gehen Wind und Wetter, auch am besten Holz, nicht spurlos vorbei.

Dafür gibt es im Handel spezielle Lasuren, die mit einem neuen Anstrich aufgetragen werden. Doch bevor es mit der Verarbeitung des Holzes losgeht, muss die Grundplatte gelegt werden. Wenn die Erde geebnet ist, kommen Gehwegplatten oder Pflasterseine als Untergrund darauf. Erst dann wird die Bodenplatte aus Holz gelegt. Die Form der Bodenplatte entspricht der Form des Pavillons. Die Grundkonstruktion wird aus Holzrahmen gefertigt. Die Anzahl der Rahmen richtet sich nach der Anzahl der Ecken. Ein achteckiger Pavillon benötigt acht Holzrahmen. Die fertigen Rahmen werden miteinander verbunden und mit Dübeln verschraubt. Wer keine Dübel verwenden möchte kann hier auch mit Winkeln arbeiten. Die Konstruktion der Decker erfolgt ähnlich. Die Dachsparren werden zu einem Spitzdach montiert. Der Dachbelag kann aus Schindeln oder Teerpappe bestehen. Nun kann der geschlossene Teil des Pavillons montiert werden.